Wenn ich mir den Wecker
stellen würde
wäre es nicht der gleiche
Zauber einer
zufällig durchwachten Nacht
Sie erschließt sich nicht
mit schrillem Klingeln
oder Mitternachtsdudelei

Mitternachtszauber kommt
unerwartet angeschlichen
ist schnell wieder fort
nie wenn ich es will
Ich kann’s nicht beschwören
oder durch Weinseligkeit
ersetzen

Der Zauber einer zufällig
durchwachten Nacht
ist ein kurzer Genuss
und verwandelt sich schnell
in den bitteren Morgengeschmack
müder Unausgeschlafenheit

(Anne Hill)

 

Über den/die AutorIn

Kerstin Thieler

Kerstin Thieler lernte nach dem Abitur zunächst etwas Solides und machte ein Banklehre. Nach weiteren Stationen im kaufmännischen Bereich, die nie ihr Ding waren, studierte sie Wirtschaftsinformatik an der FernUni Hagen, um Familie und Studium unter einen Hut zu bringen. Seit 2002 ist sie Inhaberin einer Internetagentur und beschäftigt sich mit der Projektierung und dem Aufbau von Websites und Online-Shops sowie Online-Marketing. Die Liebe zur Musik und Literatur begleiten ihr Leben von frühester Kindheit an. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren für diverse soziale Projekte und Organisationen. Die massiven Veränderungen in der Gesellschaft – global, aber auch in Deutschland – bereiten ihr zunehmend Bauchschmerzen. Es bedurfte eines Ventils – des Ü B E R D R U C K V E N T I L S.

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